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 Die Frequenz der Antenne sollte auf 500KHz +/-3,5% kalibriert werden, damit die Chip internen Algorithmen zuverlässig funktionieren. Dazu lassen sich im Schwingkreis Kondensatoren von jeweils 8pF hin zuschalten bis zum Maximalwert von insgesamt 120pF. Zu meinem Erstaunen lag die Frequenz aber bei ca. 475KHz, wenn alle Kondensatoren abgeschaltet waren. Da durch zuschalten weiterer Kalibrier-Kondensatoren die Frequenz im Schwingkreis weiter sinkt, war ich etwas ratlos. Eine Rechere im Internet ergab keine Anhaltspunkte, es schien so, als ob niemand diese Problem hat. In einigen wenigen Foreneinträgen wurde zwar erwähnt, dass manche es auch nicht fertig brachten zu kalibrieren, aber dem Anschein nach, damit sonst keine Probleme hatten.

 Nachdem ich andere Fehlerursachen ausgeschlossen hatte, wurde das BreakOutBoard unter die Lupe genommen. Dabei habe ich festgestellt, dass der Schwingkreis mit zwei Kondensatoren bestückt ist, die Werte jedoch nicht erkennbar sind, da diese Kondensatoren als SMD Bauteile bestückt sind. Alles deutete darauf hin, dass im Schwingkreis eine zu hohe Kapazität vorhanden war. Nach Raten, welcher der zwei Kondensatoren wohl der kleinere war, habe ich dann, mit absolut ungeeigneter Ausrüstung, den Kondensator mit der vermutlich kleineren Kapazität entfernt. Tatsächlich habe ich dann einen 100pF Kondensator ausgelötet und der Schwingkreis lief schneller, aber immer noch außerhalb der Toleranz.

Im zweiten Schritt habe ich dann den zweiten auch noch ausgelötet und dieser hatte dann über 1nF. Bei weiterer Recherche beim Hersteller bin ich dann auf ein "Guide" gestoßen (siehe Hardware Design Guide Datenblatt AS3935), das auf die Berechnung der Kondensatoren einging. Dort wird beschrieben, dass die Idealkapazität im Schwingkreis bei 1013pF liegt. Damit man beim Kalibrieren Spielraum hat um Toleranzen auszugleichen, wird dort eine Kapazität von 953pF empfohlen, so dass man durch zuschalten der  Kalibrier-Kondensatoren zwischen 953pF und 1073pF kalibrieren kann.

 Zufällig hatte ich einen Kondensator der knapp unter 1000pF lag und habe diesen dann, anstelle der SMD Kondenstoren reingemurkst. Und siehe da, Frequenz lag innerhalb der Toleranz, aber noch weit weg von 500Khz, aber immerhin konnte so erstmal weiter geforscht werden. Wenige Tage später waren dann die Ersatz Kondensatoren da. An diesem Tag waren Gewitter angesagt, deshalb war ich richtig heiss darauf, das ganze ans laufen zu bringen. Da die Ersatz Kondensatoren in konventioneller Bauweise waren (680pF & 270pF +/-2%), habe ich vier zusätzliche Löcher gebohrt und dann die neuen Kondensatoren eingesetzt. Das Ergebnis waren dann 0Hz im Schwingkreis. Fehlersuche blieb erfolglos, erst später merkte ich, dass wohl die Spule der Antenne keinen Durchgang mehr hatte. Fehlerquelle war, dass ich beim Bohren, mit der Schwungmasse des Bohrers, wohl an die Spule gekommen bin, das konnte ich aber erst mit Einsatz eines Mikroskops feststellen. Man kann sich vorstellen, dass ich an diesem Tag richtig sauer war, ein Gewitter ohne Gewittersensor.....

Kommentare   

0 # Helmut 2020-10-01 18:15
Nachdem bei meinem ersten Board auch die Kondensatoren falsch bestückt waren, hatte ich mir eines von einem anderen Hersteller bestellt. Auch dieses war falsch bestückt. Mit 820pF und 100pF parallel gehen nun beide.
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0 # Helmut 2020-09-27 20:24
Da ist anscheinend mit den Einheiten etwas schief gegangen: in der Zeile über dem ersten LCD-Bild müssen die Einheiten der Kondis pF sein und nicht nF. Das ist Faktor 1000 zu groß!
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0 # Jürgen Wagner 2020-09-27 21:38
Vielen Dank! Ist mir überhaupt nicht aufgefallen! Es wird eh Zeit, dass ich da mal weiter mache!

Danke!
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